Bild von Andrys Stienstra auf Pixabay
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Was für eine Saison!

Lesedauer: 2 Minuten

Dem Aufstieg so nahe...

2018 sind wir mit der ersten Mannschaft in die Bezirksliga aufgestiegen und standen vor der Frage: Sind wir überhaupt in der Lage, die neue Klasse zu halten? Bekanntlich zählt unsere Mannschaft nicht gerade zu den jüngsten und an den ersten Brettern garantiert zu den ältesten. Letzteres lässt sich natürlich auch viel netter formulieren: An Brett 1 und 2 stellen wir immer die erfahrensten Spieler. Und während wir noch in der Diskussion um die richtige Mannschaftsaufstellung zur Sicherung des Klassenerhalts der Saison 2018/2019 steckten, ereilte uns die Nachricht, dass ein früherer NRW-Liga-Spieler nach 20 Jahren Pause wieder die Klötzchen schieben wollte. Mit 60 Jahren sollte er das Durchschnittsalter des Spitzenduos spürbar senken. Seinen Mangel an Erfahrung (20 Jahre kein Schach: ist das überhaupt möglich?), würde er also durch „jugendlichen Ehrgeiz“ ausgleichen wollen. Die Mannschaft musste also umgestellt werden. Soweit zur Vorgeschichte.

Die Saison verlief denn auch ganz anders als ursprünglich erwartet. Statt um den Abstieg spielten wir von Anfang fleißig in der Spitzengruppe mit. Gleich im ersten Kampf hatten wir den Verbandsklassenabsteiger TV Mehrhoog am Rande der Niederlage. Christoph Schneider (der Neue) konnte am ersten Brett gewinnen, und auch der Rest der Mannschaft spielte auf Augenhöhe. Die Runden 2 und 3 endeten mit Siegen, erst in der vierten Runde wurden unser Höhenflug von Freibauer Hünxe mit einer 3,5:4,5-Niederlage gestoppt. In Runde 5 kam der Tabellenführer Kamp-Lintfort 3 zu uns. Eine Stunde war noch nicht um, da vermeldete Mannschaftsführer Ralf Siepen das 1:0 nach einem krassen Fehler seines Gegners. Doch das Glück verließ uns. In besserer Stellung traf Brett 1 die Schachblindheit (oder war es mangelnde Erfahrung?) und ließ sich einzügig matt setzen. Danach war die Niederlage nicht mehr aufzuhalten, der Traum vom Aufstieg ausgeträumt. Dachten wir.

Denn einen Spieltag später besiegten die Hünxer die Kamp-Lintforter, wir schlugen die Schachfreunde aus Xanten und das Gerücht machte die Runde, dass auch der zweite in der Liga eventuell aufsteigen könnte. Unsere Konkurrenten für Platz 2 waren Freibauer Hünxe und Mehrhoog. Während die Hünxer überraschend gegen Bruckhausen verloren, ging es auf einmal um Brettpunkte. Wer gewinnt höher, wir oder Meerhoog? Leider reichte es für uns gegen Dinslaken 4 nur zu einem 4,5:3,5, während die Schachfreunde aus Mehrhoog mit 5,5:2,5 gegen Moers 3 gewannen. Vom zweiten Tabellenplatz trennte uns nur ein mickriger Brettpunkt. Letztlich war die Aufregung aber dann doch umsonst, denn das Gerücht bestätigt sich nicht, und nur der erste, Kamp-Lintfort 3, stieg auf (Das Ergebnis der Saison 2018 / 2019).

Die kommende Saison wird zeigen, ob unser letzter Saisonauftritt keine Eintagsfliege war, auch wenn wir alle wieder ein Jahr älter sind. Ein weiterer Spieler mit sehr langer Schachpause (Jan Schröter) hat sich unserem Schachverein angeschlossen. Und wer weiß denn schon, ob fehlende Spielpraxis nicht trotzdem nach oben führen kann.

 

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