Weiter gehts! BK, 4. Runde
J. Zemke

Weiter gehts! BK, 4. Runde

Lesedauer: 2 Minuten

Vierte Runde in der Bezirksklasse des Kreis Wesel

Erstes Spiel im neuen Jahrzehnt 

Am Sonntag, den 19. Januar 2020, empfing die zweite Mannschaft des Schachvereins Neukirchen-Vluyn die Schachfreunde aus Issum, die den FC Viktoria Alpen vertreten und vollzählig erschienen.

Seitens des SVNV blieb das erste Brett leider unbesetzt, womit wir bereits einen Punkt kampflos an den Gegner abgaben. Der Mannschaftsführer der Alpener am ersten Brett war trotzdem zufrieden, denn die einstündige Wartezeit reichte für ein paar kurzweilige Spiele gegen Albert aus der ersten Mannschaft, der uns einen Besuch abstattete.

Nachdem es in der ersten Stunde recht ruhig zuging, stand nach einem „Gemetzel“ am achten Brett die Partie schlecht für unseren Mann. Wolfgang übersah seinen angegriffenen Turm, drohte dadurch die Qualität zu verlieren und gab auf. Sein Frust war deutlich spürbar. Kurz darauf entstand am siebenten Brett kurz Aufruhr, wohl, weil Jan einen Bauern nicht regel konform gesetzt hatte. Interessanterweise gab es in seiner letzten Partie ein ähnliches Ereignis, das dort allerdings sein Gegner verschuldete.

Fesselung mit Springer-Einschlag…

45 Minuten später, an Brett 5: Frank übersah eine Fesselung, Springer-Einschlag! Kommentar Albert: “Damit hingen drei Figuren gleichzeitig. Hätte vorher seinen König bewegen müssen“. Aufgegeben, damit führten die Gäste bereits mit drei Punkten. Kurz darauf ging die Partie an Brett 5 zu Ende. Ein kurzes Resümee: Jan hatte drei Bauern mehr, die Partie war “sowas von gewonnen“. Doch dann kam der gegnerische Turm durch, wütete in den eigenen Reihen und machte aus dem „sicheren Sieg“ ein Remis.

Eine Stunde danach (13 Uhr): Marcel interpretierte die ihm als Remisangebot hingehaltene Hand seines Gegners zunächst als Aufgabe und wies das Remis dann entschieden zurück. Nur um kurz danach einsehen zu müssen, dass die Stellung tatsächlich ausgeglichen war. Unentschieden: 1:4.

Etwas später, an Brett 3, fiel bei Bernd die Uhr aus. Seine beschwichtigenden Worte “Haben aber die Zeit“ bedeuteten allerdings nicht, wie zunächst angenommen, dass bereits die ersten 40 Züge vorbei waren. Tatsächlich hatte Bernd die abgelaufene Zeit beider Spieler kontinuierlich notiert – in diesem Fall ein klarer Vorteil. Nebenbei bemerkt: Zu dieser Zeit hatte der Gegner nur wenige Minuten auf der Uhr und noch etliche Züge zu spielen! Kurz darauf kam dann das Remisangebot des Issumers, wie zu erwarten aus Zeitmangel, bei deutlich besserer Stellung. Das konnte man nicht ablehnen, auch wenn Alpen damit den Mannschaftssieg in der Tasche hatte.

Dann kamen die Remisangebote…

Dann auch Remis bei Reiner am Brett 4. Reiner und Marcel teilten das gleiche Schicksal: “Sie hätten die Türme verdoppeln müssen, um zu gewinnen – nicht optimal!“, so Alberts fachkundige Einschätzung. Ganze zwei Stunden später, um ca. 15:30 Uhr endete auch die letzte Partie, an Brett 2, mit einem unhaltbaren Freibauern auf der Seite des Gastgebers. Auch hier war die Bedrohung einer Figur unbeachtet geblieben, deren Verlust den entscheidenden Vorteil für den SVNV brachte.

Damit verkürzte der Gastgeber auf zwei Punkte, an der Niederlage ändert das allerdings nichts. Alpen ging mit einem verdienten 5:3-Sieg nach Hause.

Olaf Kersten, für den Schachverein Neukirchen-Vluyn

Dieses Matt hätte die Partie an Brett 2 etwas abgekürzt

Lösung des Mattbildes

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